Das Schulfach Informatik

Wenngleich Informatik nicht immer überall sichtbar ist, so ist sie doch heutzutage beinahe omnipräsent. Offensichtlich ist dies bei der Speicherung von Daten in der Cloud, der Benutzung von Apps auf dem Smartphone oder dem Abruf dieser Seite aus dem Internet. Eher subtil findet man sie bei Spielekonsolen, Smart-TVs oder Echtzeitsystemen in Automobilen. In dieser stark durch die Allgegenwärtigkeit der Informatiksysteme geprägten Welt ist die Beherrschung von Informatikmethoden und -werkzeugen unabdingbar geworden, von manchen Autoren sogar als vierte Kulturtechnik neben Lesen, Schreiben und Rechnen beschrieben. Der Pflichtauftrag der Schule ist es, die heranwachsenden Lernenden zu einem selbstbestimmten Leben in der Gesellschaft zu erziehen, ihre Persönlichkeitsentwicklung voranzutreiben und auch zu gesellschaftlicher Teilhabe zu befähigen. Das bedeutet auch, sie mit dem notwendigen Wissen über Benutzung, Möglichkeiten und Grenzen von Informatiksystemen auszustatten, um damit einen selbstbestimmten Umgang mit ihren Daten zu ermöglichen. Dies wird durch ein Schulfach Informatik und den dafür gut ausgebildeten Lehrkräften erreicht.

Informatikunterricht gibt es in NRW in unterschiedlichen Ausprägungen als Wahl- bzw. Wahlpflichtfach an allen Schulformen. Da die Informatik eine sehr schnelllebige Wissenschaft ist, ist man stets bestrebt, langlebige Inhalte zu identifizieren und in den Kontext aktueller und altersangemessener Probleme zu Alltagserscheinungsformen der Informatik zu stellen. Besonderen Stellenwert im Unterricht genießt die Vermittlung und Anwendung von Problemlösungsstrategien und Modellierungstechniken der Informatik, mit deren Hilfe die Lernenden auch zum Begründen, Bewerten und Kooperieren und zur Verwendung informatischer Fachsprache angeleitet werden.

Wenn Sie sich für konkrete Ziele der und Materialien zur informatischen Bildung in NRW interessieren, empfehlen wir Ihnen diese Seite. Interessant kann auch die Seite Informatik im Kontext sein.

Berufsbild Informatiklehrer/in

Informatiklehrkräfte werden an allen Schulformen eingesetzt um Lernenden allgemeinbildende, berufs- oder studienvorbereitende Informatikinhalte zu vermitteln. Kennzeichnende Aufgaben der Lehrkraft sind daher die Unterrichtsplanung, -vorbereitung, -durchführung, -reflexion und -bewertung. Um dies bestmöglich zu bewerkstelligen sind fundierte Kenntnisse der Informatik, der Informatikdidaktik, der Erziehungswissenschaft und der Psychologie unabdingbar. Ferner sollte man Spaß an der Wissensvermittlung und der Zusammenarbeit mit jungen Menschen haben. Charakteristisch ist dabei die Schaffung von effektiven Lehr-Lern-Szenarien, welche durch die Lehrkraft in motivierender, angemessener und zielführender Art und Weise arrangiert werden. Die Auswahl vorhandener oder Produktion neuer Lernhilfen, die allen Lernenden im Sinne eines modernen, differenzierenden Unterrichts einen Lernfortschritt ermöglicht, ist ebenfalls von großer Bedeutung. Zu beachten ist daher, dass sich die Aufgaben von Informatikern und Informatiklehrenden wesentlich unterscheiden. Ein etwaiger Wechsel von einem Fachstudium in ein Lehramtsstudium (oder umgekehrt) sollte daher sehr gut überlegt sein.

Berufsaussichten

Bundesweit gibt es noch zu wenige grundständig ausgebildete Informatiklehrkräfte. Das ist in den jeweiligen Prognosen zum Lehrerbedarf der jeweiligen Landesschulministerien nachzulesen. Von Seiten des Landes NRW stammt die letzte veröffentlichte Prognose  aus dem Jahr 2018. Daraus ist ersichtlich, dass für das Unterrichtsfach Informatik an Haupt-, Real- und Gesamtschulen in der Sek. I bei zwar geringer quantitativer Bedeutung des Faches die Einstellungschancen für neue Lehrkräfte hervorragend (bester möglicher Wert) sind. Für Gymnasien und Gesamtschulen (Sek. II) sind die Einstellungschancen bei ebenfalls geringer quantitativer Bedeutung des Faches immer noch sehr gut (zweitbester möglicher Wert). Das bedeutet: Der Bedarf für Informatiklehrkräfte ist im Vergleich zu Fächern wie Deutsch und Mathematik eher gering. Da es aber nur eine deutlich geringere Zahl an Studierenden als in den Kernfächern gibt, sind deren Berufsaussichten sehr gut bis hervorragend. Diese Ergebnisse werden durch eine aktuelle Studie (Stand der Daten: Oktober 2014) unterstützt, die der Essener Bildungsforscher Klaus Klemm für die Telekom-Stiftung durchgeführt hat. Der Bedarf an Lehrkräften für das Fach Informatik wird dabei innerhalb der nächsten 10 Jahre erheblich ansteigen.

Das Lehramtstudium Informatik in Essen

Das Lehramtsstudium Informatik an der Universität Duisburg-Essen beinhaltet fachwissenschaftliche und fachdidaktische Module der Informatik. Schwerpunkte im Bereich der Informatik bilden Programmierung, Datenbanken, Software Engineering, Netzwerkaspekte und Rechner- und Betriebssysteme. Fachdidaktischen Lehrveranstaltungen befassen sich mit Techniken, Methoden und Ansätzen zur Gestaltung von Lehr-Lern-Situationen in der Informatik sowie mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Lehren und Lernen in der Informatik.

Und warum in Essen?

  • ausgezeichnete Betreuung
  • Informatik breit gefächert
  • Schülerlabor Informatik des DDI-Lehrstuhls
  • zulassungsfrei

Weiterführende Informationen

Diese Seite dient als Orientierungshilfe und Übersicht für Studieninteressierte. Detaillierte Informationen zu Studienverlauf, Einschreibung, Ansprechpartnern, Vorlesungsverzeichnissen, etc. finden Sie auf den Studiengangswebseiten der Fakultät oder unter "Für Studierende":

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